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Birgit Keller (* 28. Januar 1959 als Birgit Ehrhardt in Lutherstadt Eisleben) ist eine deutsche Politikerin (SED, PDS, Die Linke). Seit dem 26. November 2019 ist sie Präsidentin des Thüringer Landtages.

Von 2009 bis 2012 und erneut seit 2019 Mitglied des Landtages, war sie in der Zwischenzeit von 2012 bis 2014 Landrätin im Landkreis Nordhausen. Im Kabinett Ramelow I (2014–2019) war Keller Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft des Freistaates Thüringen.

Leben

Der Vater war Ökonom, die Mutter Lehrerin. Beide Eltern waren Mitglieder der NDPD.

Birgit Keller schloss 1975 die Polytechnische Oberschule ab. Nach einer Berufsausbildung zur Elektromonteurin war sie von 1977 bis 1982 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Starkstrom-Anlagenbau tätig. Von 1983 bis 1988 absolvierte sie ein Fernstudium mit dem Abschluss Diplom-Gesellschaftswissenschaftlerin.

Von 1989 bis 1991 arbeitete sie als Erzieherin in einem Kindergarten. Zwischen 1995 und 2004 war Keller Mitarbeiterin in einem Wahlkreisbüro. In den Jahren 1991 und 2004 ging sie einer selbstständigen Tätigkeit nach.

Birgit Keller ist geschieden und Mutter zweier Töchter.

Abgeordnete

 

Bei den Landtagswahlen 1999, 2004 und 2009 kandidierte sie jeweils für ein Direktmandat im Wahlkreis Nordhausen I, wo sie jedoch stets Egon Primas (CDU) unterlag. 2009 gelang ihr über die Landesliste ihrer Partei, auf der sie auf Platz 7 kandidiert hatte, der Einzug ins Parlament. Sie war haushaltspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Bei der Landratswahl 2012 im Landkreis Nordhausen setzte sie sich wiederum in einer Stichwahl gegen Egon Primas durch. Daraufhin legte sie ihr Landtagsmandat nieder.

Als Direktkandidatin im Wahlkreis Nordhausen I zog sie bei der Landtagswahl in Thüringen 2019 mit 32,3 Prozent in den Landtag ein. Am 26. November 2019 wurde sie mit 52 von 90 Stimmen zur neuen Landtagspräsidentin gewählt. Sie ist damit die erste Parlamentspräsidentin der LINKEN in einem deutschen Bundesland und geborenes Mitglied im Ältestenrat des Parlaments.

Ministerin

Am 5. Dezember 2014 wurde sie im Kabinett Ramelow I zur Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft ernannt. Damit folgte sie auf Jürgen Reinholz (CDU), der das Amt seit 2009 ausübte. Anders als die anderen Kabinettsmitglieder führte sie ihr Amt nicht bis Februar 2020 weiter, sondern legte dieses am 26. November 2019 nieder, um Parlamentspräsidentin zu werden. Seitdem übt Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke) das Amt geschäftsführend aus.